So reagieren BVB, FC Bayern und RB Leipzig auf die Champions-League-Auslosung

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Während der FC Bayern dem Hammerlos FC Barcelona gelassen entgegen sieht, erwartet Borussia Dortmund emotionale Duelle und bei RB Leipzig überwiegt der Stolz. Die Auslosung zur Gruppenphase der Champions-League-Saison 2021/22 hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

„Barcelona ist ohne Messi eine andere Mannschaft“, verweist Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic, nachdem die Losfee ihr Werk getan hat, darauf, dass die Katalanen ohne den Superstar ein Stück von ihrem Glanz verloren haben. Natürlich sei Barca aber nach wie vor „eine gute Mannschaft“, schiebt der Bosnier nach.

Der portugiesische Gegner Benfica sei zudem „ein Traditionsklub, der immer wieder gute Spieler rausbringt“ und ohnehin „eine interessante Aufgabe, die wir schaffen wollen“.

Respekt ringen dem Sportboss des FC Bayern hingegen die womöglich extremen Temperaturen in der Ukraine ab. „In Kiew hoffen wir nicht im tiefsten Winter zu spielen“, so Salihamidzic mit einem Lachen.

Abkühlen kann aber auch der Winter in Osteuropa die Ambitionen des deutschen Rekordmeisters nicht: „Im Ernst: Wir wollen die Gruppe schaffen, im Idealfall auch als Erster, um dann ins Achtelfinale einzuziehen“, stellte Salihamidzic im Anschluss an die Auslosung unmissverständlich klar. 

    • Manuel Neuer: „In dieser Gruppe dürfen wir uns keinen Fehler erlauben, das sind alles sehr starke Gegner. Barcelona ist uns allen noch von 2020 sehr präsent, das wird auch ohne Messi eine sehr schwere Aufgabe, Benfica Lissabon ist sehr spielstark, dort herrscht auch immer eine tolle Atmosphäre, und Kiew dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen, das ist ein sehr kampfstarkes Team. Ich freue mich jedenfalls auf diese Gruppe und die Duelle mit diesen großen Mannschaften Europas.“
    • Thomas Müller: „Da haben wir gleich drei traditionelle Teilnehmer der Champions League-Historie erwischt. Ich freue mich sehr auf diese Mannschaften, die alle sehr gut Fußball spielen können. In bester Erinnerung haben wir ja noch den FC Barcelona aus dem Viertelfinale 2020, das war schon ein tolles Erlebnis in Lissabon für den FC Bayern. Aber auch gegen Benfica und Kiew müssen wir auf der Hut sein. Wenn ich an Kiew denke, kommt mir sofort das geniale Tor von Mario Basler 1999 im Halbfinale in den Sinn, das den Weg damals ins Finale ebnete.“
    • Joshua Kimmich: „Das ist definitiv eine sehr ambitionierte Gruppe. Barcelona ist eine große Herausforderung mit vielen Topspielern. Da freuen wir uns drauf, das werden zwei super Spiele. Benfica Lissabon ist eine gute Mannschaft, taktisch flexibel und daher schwer zu bespielen. Mit Dynamo Kiew ist der ukrainische Meister dabei, also ebenfalls eine Hürde, die man mit voller Konzentration nehmen muss. Generell muss es unser Anspruch sein, diese Gruppe als Gruppensieger zu meistern.“

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Auch der BVB hat ein klares Ziel

Achtelfinale lautet das Ziel, das BVB-Sportdirektor Michael Zorc ausgibt: Gruppe C, in der die Dortmunder auf Sporting, Ajax und Besiktas treffen, bestünde „ausschließlich aus Traditionsvereinen“, verweist der Ur-Borusse zudem auf einen ganz besonderen Reiz der Viererkonstellation. 

Auch Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will erst gar nicht meckern: „Wir können uns nicht beklagen, das ist eine sehr ausgewogene Gruppe. Wir haben eine ordentliche Chance, einmal mehr ins Achtelfinale einzuziehen.“

Sebastian Kehl, Ex-Kapitän und Lizenzspielerchef der Schwarz-Gelben,  freut sich ebenfalls „auf drei Traditionsvereine“. „Wir haben den Anspruch, in dieser Gruppe weiterzukommen. Das ist unser Ziel. Es wird womöglich auch emotional zugehen, gerade gegen türkische Vereine, wir haben eine große Fangemeinde hier in Dortmund. Mit Ajax verbindet uns auch ein bisschen was und gegen Sporting haben wir erst 2016 beide Spiele positiv gestaltet. Wir sehen der Gruppe sehr freudig entgegen.“

  • Weitere BVB-Stimme zur Auslosung:

    • Marco Reus: „Das sind interessante Gegner. Die großen Mannschaften sind jetzt nicht dabei. Da dürfen wir uns nicht beschweren. Ob wir Favorit sind oder nicht, ist mir eigentlich egal. Wir werden gut vorbereitet sein. Natürlich ist es unser Ziel, weiterzukommen.“

„Hammergruppe!“ RB Leipzig will es dennoch wissen

„Es ist natürlich eine echte Hammergruppe“, dämpft Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff angesichts der Gegner ManCity, PSG und Brügge die Erwartungen hingegen. Die Waffen streckt der 46-Jährige allerdings nicht: „Dennoch ist es unser Ziel, uns auch in dieser Gruppe durchzusetzen und zum dritten Mal in Folge in der Königsklasse zu überwintern.“

„Wir haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass wir uns auch gegen absolute europäische Spitzenmannschaften behaupten können. Unserem Vereinscredo entsprechend gehen wir diese Mission voller Vorfreude an – You Can Do Anything“, erklärt Mintzlaff, woher seine Zuversicht stammt.

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In das selbe Horn bläst Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter Sport bei RB Leipzig: „Zunächst einmal sind wir sehr stolz darauf, uns im fünften Bundesliga-Jahr von RB Leipzig bereits zum vierten Mal für die Champions League qualifiziert zu haben. Wir wollen auch dieses Mal – wie vergangenes Jahr – für eine Überraschung in der Gruppe sorgen, und die K.o.-Phase erreichen, um uns nachhaltig in den Top-16 Europas zu etablieren.“

Vom VfL Wolfsburg meldete sich derweil Keeper Koen Casteels zu Wort: „Das ist eine gute Gruppe für uns. Wir haben von der Papierform her nicht die allerschwersten Gegner erwischt und die Chance, weiterzukommen, ist gegen diese Mannschaften vermutlich etwas größer als in anderen Gruppen. Nichtsdestotrotz werden uns gegen Lille, Sevilla und Salzburg schwierige Spiele erwarten und wir müssen Top-Leistungen abrufen, um gegen diese Teams zu bestehen.“



First published on: Sport.de